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Baugeschichte

1933

Luftbild des Turnfestgeländes mit Stadion vom Juli 1933.

Bild: Luftbild des Turnfestgeländes mit Stadion vom Juli 1933.

Ursprünglich wurde das Fußballfeld in der Stuttgarter Kampfbahn von einer 400 Meter langen Aschenbahn mit sechs Laufbahnen umfasst, die Zuschauerkapazität betrug zunächst maximal 40.000. Das architektonische Prunkstück war dabei die 100 Meter lange und 21 Meter breite Haupttribüne mit einem 14 Meter frei auskragendem Dach aus Eisenbeton. Ab 1935 wurde die Kapazität durch den Bau von provisorischen Holztribünen zwischenzeitlich auf das Fassungsvermögen von 70.000 Zuschauern erhöht, ehe diese 1938 aus Sicherheitsgründen wieder abgebaut werden mussten.

1951

Das Neckarstadion mit der neuen Gegentribüne am linken Bildrand.

Bild: Das Neckarstadion mit der neuen Gegentribüne am linken Bildrand.

Zwischen 1949 und 1951 wurde die Gegentribüne ausgebaut. Das für Großveranstaltungen nach wie vor unzureichende Fassungsvermögen wurde durch provisorisch errichtete Holztribünen nochmals auf deutlich mehr als 90.000 Zuschauer erhöht, was teilweise zu erheblichen Sicherheitsproblemen führte.

1956

Geschlossene Kurven im Neckarstadion.

Bild: Geschlossene Kurven im Neckarstadion.

Aufgrund von Verletzungen bei den Besuchern der immer wieder hoffnungslos überfüllten Großveranstaltungen bewilligte der Stuttgarter Gemeinderat 1951 den Ausbau der Untertürkheimer und Cannstatter Kurve. Nach Abschluss der Umbaumaßnahmen hatte das Neckarstadion eine Kapazität von annähernd 100.000 Zuschauern.

1963

Flutlichtpremiere im Neckarstadion am 7. August 1963.

Bild: Flutlichtpremiere im Neckarstadion am 7. August 1963.

Um die bereits sportlich vollzogene Qualifikation des VfB Stuttgart zur Bundesliga vollends zu sichern, musste im Sommer 1963 eine Flutlichtanlage im Neckarstadion installiert werden. Die Stadt Stuttgart setzte alle Hebel in Bewegung, um das finanziell aufwändige Projekt kurzfristig umzusetzen. Schließlich wurde die neue Flutlichtanlage Anfang August mit einem Freundschaftsspiel zwischen dem VfB und Partizan Belgrad feierlich eröffnet.

1973

Das Neckarstadion im Jahr 1988.

Bild: Das Neckarstadion im Jahr 1988.

Die Bewerbung der Stadt Stuttgart als Spielort für die Fußball-Weltmeisterschaft 1974 machte umfangreiche Veränderungen im Neckarstadion notwendig, um die lange Zeit heftig gerungen wurde. Schließlich kam es zu großen Umbaumaßnahmen: Die alte Haupttribüne wurde abgerissen und eine neue aufgebaut, die Gegentribüne bekam eine Überdachung und in der Untertürkheimer Kurve wurde eine alphanumerische Anzeigetafel installiert, die vor der Leichtathletik-Europameisterschaft 1986 durch die erste farbige Video-Vollmatrix-Tafel in Deutschland ersetzt wurde.

1993

Das Gottlieb-Daimler-Stadion im Jahr 2005.

Bild: Das Gottlieb-Daimler-Stadion im Jahr 2005.

Im Jahr 1990 wurde zunächst eine Rasenheizung eingebaut, bevor es nach dem Zuschlag zur Austragung der Leichtathletik-Weltmeisterschaft zwischen 1992 und 1993 zu umfangreichen Veränderungen kam, in deren Zuge das Stadion mit der heute so charakteristischen kompletten Membranüberdachung versehen, viele Stehplätze in Sitzplätze umgewandelt und eine neue Flutlichtanlage installiert wurde. Das seit 1993 in Gottlieb-Daimler–Stadion umbenannte Bauwerk erfuhr mit der Erweiterung der Haupttribüne um einen Oberrang im Jahr 2001 und dem Neubau des Oberranges der Gegentribüne zwischen 2004 und 2005 weitere Veränderungen.

2011

Die modernisierte Mercedes-Benz Arena im Jahr 2011.

Bild: Die modernisierte Mercedes-Benz Arena im Jahr 2011.

Am 4. August 2011 fanden die im Jahr 2009 begonnenen nächsten großen Umbaumaßnahmen in der Spielstätte ihr Ende. Nach dem Abriss und Neubau der Kurven, der Absenkung des Spielfeldes um 1,3 Meter und einer Erweiterung der Dachkonstruktion hat sich die Arena damit in einen reinen, hochmodernen Fußballtempel verwandelt.

2024

Aufgrund des mit der EURO 2024 nächsten anstehenden sportlichen Großereignisses begann Anfang Juni 2022 der Umbau der Haupttribüne. Die untere Ebene des noch aus dem Jahr 1974 stammenden Bauwerks wurde dabei komplett neu aufgebaut und bis zu den Dachstützen erweitert. Dabei entstanden neue Mannschaftskabinen, Sportfunktionsräume, ein neues Mediencenter, ein moderniserter, erweiterter Business-Bereich sowie eine moderne Produktionsküche. In der gesamten MHP Arena wurden zudem die Kioskanlagen modernisiert und digitalisiert sowie die Wegeführung verbessert. Zum Anpfiff der EURO 2024 wurde der große Umbau von Deutschlands sechstgrößter Sportstätte realisiert. Seitdem verfügt Stuttgart über eines der modernsten Fußballstadien in Europa.